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Begrünter Abbruch in Cunewalde

Chancen für die Ortsentwicklung

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(© Gemeinde Cunewalde)

Teilansicht der Gemeinde Cunewalde

Luftaufnahme mit einer Hauptverkehrsstraße in der Mitte des Fotos, links und rechts der Straße Häuser, Felder und Grünzüge
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(© Gemeinde Cunewalde)

Die Hausruine führt zu Einschränkungen am straßenbe-gleitenden Fußweg

Teilansicht eines verfallenen Hauses, dem sich zwei sanierte Wohnhäuser anschließen
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(© LfULG, Gabriele Vogel)

Blick auf die neu entstandene Freifläche

Hinter einem Geländer ist ein begrünter Gehweg zwischen zwei Häusern
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(© LfULG, Gabriele Vogel)

Bürger- und Gemeindezentrum Cunewalde in der ehe-maligen Weberei

Saniertes Industriegebäude mit Fahnen und Kirchturmspitze im Hintergrund
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(© LfULG, Gabriele Vogel)

Erinnerungstafel am Türstock der „Oberschänke“

Treppenaufgang mit Granittürstock, dahinter schließt sich eine Wiese an, die von einer Hecke begrenzt wird
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(© LfULG, Gabriele Vogel)

Technische Zeitzeugen der abgerissenen Kleppermühle

Mühlentechnik und eine Erinnerungstafel auf einer Wiese

Das Waldhufendorf Cunewalde erstreckt sich entlang des Cunewalder Wassers über 11 Kilometer. Von den 1.481 Wohngebäuden in der Gemeinde sind laut Zensus 2022 fast vierzig Prozent vor 1919 und 18 Prozent in der Zeit von 1919 bis 1949 erbaut. Der demografische Wandel zeigt sich bei einigen Häusern mit Leerstand. Auch der Strukturwandel hat zu ungenutzten Industrie- und Handwerksgebäuden geführt. Die Gemeinde nutzt diese Veränderungen zur städtebaulichen Weiterentwicklung. Unter anderem hat sie in den letzten 25 Jahren verschiedene Abbruchmaßnahmen begleitet.

Im Jahr 2020 wurde zum Beispiel – unterstützt durch LEADER – ein denkmalgeschütztes Wohnstallhaus abgerissen. Das Haus an der Hauptverkehrsstraße stand seit 2001 leer. Aufgrund der engen Bebauung hatte sich kein Nachnutzer gefunden. Der Verfall beeinträchtigte nicht nur das Ortsbild. Das ruinöse Objekt entwickelte sich zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit, da der straßenbegleitende Fußweg direkt vorbei führt und sich im Nahbereich Bäcker, Fleischer, Apotheke, das Gemeinde- und Bürgerzentrum und der Umgebindehaus-Park befinden. Die Gemeinde erwarb das Gebäude und ermöglichte eine Wegeanbindung vom beliebten Bahnradweg an den Umgebindehaus-Park. Mit der nachfolgenden Grünflächengestaltung mit Wiesenflächen und Hecken konnte auch für die angrenzenden Wohngebäude mehr Lebensqualität erzielt werden. Diese kommunale Maßnahmen fand bei den Cunewalder Bürgern viel positive Resonanz, wie im Gemeinderat berichtet wurde. 

Andere Abbruchbeispiele in der Gemeinde, für die weitere Förderquellen erschlossen wurden, bewahren bauliche Zeitzeugen zur Erinnerung. Wie zum Beispiel an die „Oberschänke“ aus dem 17. Jahrhundert, die bis ca. 1980 Arbeiterwohnheim war. Der Granittürstock und eine Erinnerungstafel bezeugen noch heute die Geschichte des Hauses. Auch bauliche Zeitzeugen der Industriegeschichte wurden nach Gebäudeabbruch erhalten – wie an der Kleppermühle und Celluloidfabrik sichtbar.

„Wenn möglich, erhalten wir unseren historischen Gebäudebestand, wie zum Beispiel die ehemalige Weberei, in der heute unser Gemeinde- und Bürgerzentrum ist. Aber das ist nicht immer möglich. Dann sind Lösungen gefragt, die unserer Ortsgeschichte gerecht werden und die zur Lebensqualität der Cunewalder und unserer Gäste beitragen,“ berichtet Andrea Richter, Bauamtsleiterin der Gemeinde Cunewalde.

Projekttitel

Abbruch eines denkmalgeschützten Wohnstallhauses mit anschließendem Bau eines Geh-/ Radwege

LEADER-Gebiet

Zentrale Oberlausitz
www.zentrale-oberlausitz.de

Bewilligungsbehörde

Landratsamt Görlitz

Projektträger

Gemeinde Cunewalde

Vorhabenstandort

Cunewalde

Investitionsvolumen /

LEADER-Förderung

60.057 EUR /

37.367 EUR (65 %)

Realisierungszeitraum

06/2020 – 05/2021

Ansprechpartnerin

Andrea Richter

Internet

www.cunewalde.de/

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